ich, sitze
in der kälte
meiner gedanken
die mich kaum noch
wärmen können,
so lange werden
die, der erinnerungen
schon erinnert 14.12.04 ca
wir haben uns getroffen,
ohne absichten
und ziele,
ohne vorstellungen
und planende gedanken,
endlich,
in der freiheit
unserer vereintheit
zu dritt,
spielten unsere gedanken
wieder annähernd auf
ein und demselben
instrument
und unsere einzigartige
melodie entstand –
schade nur, dass
du dich chance nicht
sahst und gleich wieder
auf enttäuschende
persönliche beleidigungen
ausweichen musstest. 14.12.04 for
stockholm
ist schon lange vorbei.
der ärger
um verlorene geldbeutel,
mit all den konsequenzen,
schon beinahe vergessen.
jetzt
kann ich nur noch
über dich und mich lachen,
über einen total verrückten,
lustigen, spontanen urlaub,
zurück an die quelle
unserer freundschaft;
ein ausreißer
aus der befangenheit
des alltags,
dessen spuren wir
in diesem
schöpferischen moment
schon wieder lange folgen,
und dabei hoffentlich
eins nicht vergessen:
unsere seelen waren
eins
hinter dem horizont
auf skepsholmen.
und den alltag
bezwingen wir auch noch. 14.12.04 for
aufgestiegen
zu ungewohnter tiefe
unserer zwischenmenschlichen
höhepunkte, tagelang,
ganz asexuell,
und dabei nicht minder
orgiastisch, nah.
wieder in deutschland
beginnt der alltag, der abstieg
wieder telefonieren
um einander zu sprechen
wieder auto fahren
um einander zu begegnen
wieder terminkalender, auf die uhr schauen
um zeit für einander zu haben 14.12.04 ca
rheine, meppen, emden
du, bist, weg
kürzestform der definition
meiner gefühle 14.12.04 ca
selektionsscheitern (kein
aussterben)
körper über leitungen
verbunden
drei an der zahl
fließend folgt
die leidenschaft den kanälen
aufgebart, leblos
nebeneinande
im kühlen raum
der gesellschaft
eine halle
wo die toten warten.
wenn nur einer
von ihnen lebendig bleibt
bleiben kann
stirbt die vergangenheit
in der zukunft nie aus
und lässt die anderen leben
nicht überleben.
ein tropfen schweiß
fällt
richtung boden
drei massen aus fleiß
lebendig kämpfende
wesen
traumgestalten
einklänge aus geistern
aus seelen kilometer, lang
grammweise ihr zerfall
bleiben wir immer
in uns, im wir
eingespeert
distanz wird nicht
distanz war nicht
wir bleiben
14.12.04 nem
was ist größer?
die enttäuschung
oder
die wut,
die trauer
oder
die hoffnung,
die einsicht
oder
der ausblick
auf besserung
linderung
trost
dich. uns. wieder vereint.
19.10.04 ca
der fluss
fließt
ähnlich
unseren gedanken
stetig,
jedoch ohne anfang
oder ende
am ufer
der zeit
entlang,
die verschwimmt
in allen nebensächlichkeiten
nur wir
sind uferlos,
glücklich,
nur hier, jetzt. 19.10.04 ca
an alter stätte
sind wir älter
als je zuvor
nicht nur
die anderen
erkennen uns nicht
auch wir selbst
haben schwierigkeiten
die vertrautheit
von damals
kommt nicht
für 4 euro
an einen abend 19.10.04 ca
gesund und munter,
und
krank.
körperlose
patienten
auf dem boden
der tatsachen
zwischenmenschlicher
probleme 19.10.04 ca
(für kai)
ohne zu fragen
bist du wieder so nah,
nahbar
es ist egal, wie
es früher einmal gewesen,
näher könnte es kaum sein
nur unsere leben
teilen uns
in diesem augenblick
die gedanken,
gefühle
sind unser,
sind eins 19.10.04 ca
ich zwinge mich
zu lächeln
entfalte meine sorgen
entspanne alle
spannungen
klammer
den alltag aus
meinem denken
verliere mich
und finde uns 19.10.04 ca
wieder lässt
die pflicht
der kür
kaum luft
für große sprünge,
freundschaft.
versuche
lassen erahnen
welche sprungkraft
uns anzutreiben vermag,
einmal losgelassen. 23.09.04 ca
wenn das heißt
ohne euch
oder wie jetzt
mit euch
aber eben
nur auf dem papier
ich will nicht
wenn das heißt
nur so und so
und nicht anders
denn anders
passt nicht ins muster
ich will nicht
will nicht
will
nicht
nur 06.07.04 ca
(KLEINGESCHRIEBEN)
ihr seid
meine
rosig-rostige vergangenheit
mit all dem
was zu nicht-erwachsen-werden-wollen
dazugehört
(grossgeschrieben)
bitte seid
meine
zukunft,
ich will sie
nur mit euch 18.04.04 ca