Wie
Regen
Augen
Schwarze Löcher
Fliehe vor Gesichtern
Tränen prasseln auf mich nieder
Wie regen
Ich löse mich
Von
In ihm auf
Ich ein Tropfen
Tränen treiben Spielchen
Mit mir
Tauche ein
Schwimme an der Oberfläche
Oberflächlich
Wie Du
Reinige mich
Nie
Noch nie
Nie wieder
Nie
Kühle Wirkung
Kühle Verwirklichung
Kein Verwirklichung
Du regnest auf mich
Nieder
Drückst mich
Nieder
Bin Wasserscheu
Du
Wie Regen 18.10.01
nem
DAS
ERSTE MAL
Frauen haben Angst
Männer haben Lust
Männer haben Spaß
Frauen haben Frust
Das erste mal
Kann für lange Zeit das letzte sein
Doch im Gebirge
Der Sexualität ist es nur ein Kieselstein
Die Lust steigert sich
Von mal zu mal
Für Mann und Frau
Männer kommen zu früh
Und Frauen stehen im Stau
Kein Orgasmus, Frauen
Kompensieren es durch Liebe
Kein Orgasmus, Männer
Verlagern ihre Triebe
Sex und Liebe
Männer bevorzugen meist
Das Erste, was bei
Frauen Liebe heißt
Geben und Nehmen
Sex ist Nächstenliebe
Frauen denken ans Vorbeisein
Und Männer an Getriebe
Die Gesellschaft
Bauscht es auf wie ein Ballon
Ich halte es sehr simpel
Und gieß es in Beton
Der Ballon kann platzen
Das Haus trotz den Gezeiten
Liebe ist die Botschaft
Wir sollten sie verbreiten 01.10.01
nem
Ein
Epos
will ich dichten
und von Heldentaten
euch berichten
kampf im Schweiße
des Angesichts
Eins gegen Eins
Es geht ums nackte
überleben
Der Beginn
der Griff zur Waffe
stahlgehärtet
sind die Klingen
Er setzt an und
trifft so gleich
eine Narbe ist was
er ereicht
Schnitt für Schnitt
wie im Wahn
läuft der
Schaum
vor seinem
Mund
zusammen
die Tollwut
so scheint es
hat ihn gepackt
weil er
erneut
die Klinge
ansetzt
und es so
furchtbar
knackt
er kämpfet tapfer
bis zum Ende
keiner seiner Feinde
steht noch nun
aufrecht da
Er meistert diese Aufgabe
der Mann
mit Bravour
was ich meine ist doch klar
gemeint ist
die Rasur 28.09.01
nem
Wir hatten Träume
erfüllt und unerfüllte
Das Leben
war gut
und schlecht
als Kind
siehst Du
schwarz und weiß
Farben sehen
zu lernen
dabei können wir ihnen
helfen
Enttäuschungen, leere Versprechungen
sind für uns
KINDER
wie Mordversuche
Wir Kinder leben
unser Wünsche
mein Vater
quälte in dieser Art
lang genug
doch heute
gebe ich ihm
nicht mehr
Schuld
wir müssen lernen
lernen, dass unsere
Eltern
auch nur
verängstigte Kinder
sind,
ausgesetzte Kinder
der Zeit
der
in der
Einsamkeit 28.09.01
nem
die Menschheit erstickt
an der Vergangenheit
die menschlichkeit ertrinkt
in der gegenwart
ich erfriere
in der kälte der zukunft 24.09.01 ca
denke nicht
daran
was kommt
wenn es vorbei ist
glaube daran
dass was kommt
wenn es soweit ist 23.09.01
ca
es ist so kalt
schattig
ich erfriere
so dunkel
ich kann nichts sehen
so unerträglich farblos
genug schatten
tu mir den gefallen :
geh aus der sonne 11.09.01
ca
lieber
gott,
sage mir nicht
wer ich bin
erspare mir zu erklären
woher ich komme
du brauchst auch nicht zu sagen
wohin ich gehe
sag einfach
wofür
das alles
und ich kann wieder schlafen
heut nacht 03.09.01 ca
It’s 3.40 in the
morning
I’m lying in my bed but still don’t want to sleep
for now there’s just too much that weighs on my mind
when I left home I was looking for something I didn’t find
now I feel myself empty without any ilusion
I’m just a young boy still living in a world of confusion
All my life I’ve been looking for an answer
all my life I’ve been hiding like an insecure dancer
all my life seems to be a scene that repeats and repeats
maybe the lord above knows where to this way leads
It’s 3.50 in the morning
I’m lying in my bed but still don’t want to sleep
for I’m afraid of waking up tomorrow
it’s hard to get up with a belly full of sorrow
knowing it’ll take some time till all is vanished into the air
damn it’s hard to accept that life’s not always fair
All my life I’ve been looking for an answer
all my life I’ve been hiding like an insecure dancer
now I can hardly manage to keep my patience any longer
only the lord above knows when I can find a little wonder
01.09.01 for
wenn ich das bin
was ich nicht sein will
wenn ich nicht sein kann
was ich werden will
wenn ich nicht geworden bin,
was ich immer werden wollte
würde ich dennoch gerne
bei dir sein
würde ich dennoch gerne
weiter sein
würde ich dennoch gerne
weiter versuchen
zu sein
was auch immer
sein ist
14.08.01 ca
glaube an dich
sehr sogar
sogar sehr
weniger am tage
als in tiefdunkler nacht
scheinst du
nicht immer dort zu sein
wo man dich braucht
immer öfter
werden sonnenbrillen
auch nachtsüber getragen
manche wollen nicht
andere können nicht
ganz andere wiederum
sehen dich
vor lauter bäumen nicht
du wunderschöner wald
du wundersamer mond
du unergründlich helle sonne
12.07.01 ca
boys don’t cry
fragezeichen
irgendwie irgendwo irgendwann schon
oder nicht ?
ich denke schon.
ich weine,
dass ich nicht mehr weinen kann
weil es nichts zu beweinen gibt?
außer
dass meine besten freunde weg sind
außer
dass ich kein mädchen habe,
oder besser,
dass das mädchen,
das ich haben will,
schon vergeben ist.
just life
einfach ungerecht
nie fair. 07.01.01
ca
wer sucht hass ?
wer sucht einsamkeit ?
wer sucht eindimensionalität ?
wer findet liebe ?
wer findet geborgenheit ?
wer findet toleranz ?
wer suchet,
der findet ?
niemand sucht hass
niemand sucht einsamkeit
niemand sucht eindimensionalität ?
!
niemand.
niemand findet
liebe
niemand findet geborgenheit
niemand sucht toleranz !
?
vor liebe
kommt der hass,
nach der einsamkeit
die geborgenheit.
hoffentlich 18.06.01 ca
in
einem normalen leben
können normale ereignisse
einen menschen völlig kaltlassen
denn verschollen im sumpf des nichtstuns
des daseins des körpers ohne seele
kann alles verschwimmen
freundschaft und egoismus
realität und traum
fragezeichen
manchmal muss man menschen verzeihen
manchmal muss man menschen aufrütteln
nicht zu verzweifeln
nicht unterzugehen
im ozean des alltags
oft muss man ihn aufrütteln
ihn aufwecken aus seinem winterschlaf
dass er nicht einschläft
ohne gesagt zu haben, er lebe
ohne den frühling erlebt zu haben ca
KLARES Bewusstsein
Gedanken so fest wie Diamanten
Gefühle die dich erschüttern
wie Erdbeben
ein Gefühl, dieses Gefühl
dieses eine Gefühl
das Diamanten schmelzen lässt
Das Wissen
dass die Zeit
verrinnt
und das Wissen
ich kann sie weder stoppen
noch ändern
hilflos ausgeliefert sein
wie eine Schneeflocke
einer Lawine
die Einsamkeit 25.05.00
nem
Ein Ort in dem
der Kampf
nach Wissen
das erste Gebot ist
Wissen ist Macht.
eine fatale und falsche
Deutung und Auslegung
Wissen ist die Erweiterung
des eigenen Kopfs.
Man macht aus
einer Scheibe
eine Kugel.
Sich zu erweitern
und auszubreiten.
Wissen als Schritt
sich selbst zu finden
Ist man das Wissen,
das in einem schlummert?
Nein, man ist
die Symbiose aus Wissen
und gefühlvoller Vereinigung
des eigenen Ichs. nem
mit der Zeit
riecht man nicht mehr
den lieblichen duft der Blume.
man sieht nur noch
dass sie verwelkt. 13.1.00
ca
what
is real
what is true
what makes the world go round
what is about you
what is about your shining eyes
what is desire
what is my disease
what is pointless
what is sensible
what is about pleasure and pain?
he washes it all away
the rain 18.5.99
nem